Anwalt Luis de Miguel Ortega von Scabelum TV im Interview mit Anwalt Jens Biermann

In diesem Interview erläutert Rechtsanwalt Jens Biermann, befragt von Rechtsanwalt Luis de Miguel Ortega, im Rahmen einer Sendung für Scabelum.tv die vom deutsch-amerikanischen Rechtsanwalt Reiner Fuellmich organisierten Sammelklagen in den USA und Kanada. Diese sogenannten “Class Actions” sollen betroffenen Unternehmen dazu verhelfen, für die durch die Lockdowns der Corona Pandemie entstandenen Umsatzausfälle, Schadenersatz zu erhalten. Rechtsanwalt Fuellmich betreibt Kanzleien in Deutschland und den USA. Er hat in der Vergangenheit schon sehr erfolgreich Sammelklagen gegen große Konzerne wie Volkswagen und Deutsche Bank durchgeführt und sehr positiv für seine Mandanten abgeschlossen. Deutsche Bank und Volkswagen hat das Milliarden gekostet.

Da eine Sammelklage in den europäischen Ländern nur rudimentär in das Zivilprozessrecht eingeführt wurde, ist es der Plan von Rechtsanwalt Fuellmich die Möglichkeit der Sammelklage in den USA oder auch Kanada zu verwenden. Dies hätte auch den Vorteil dass man dort auf wesentlich unabhängigere Richter treffen werde. Auch das dortige Beweisrecht sei für den Kläger günstiger da der Prozessgegner keine Beweise zurückhalten dürfe. Ein Beweisverfahren sei dem Verfahren vorgeschaltet („Pre-Trial-Discovery“ – Verfahren). Oft käme es schon nach Abschluß des sog. „Pre-Trial-Discovery“ Verfahrens zu einem Vergleich zwischen den Parteien.

Das System der Sammelklage (Englisch: Class Action) steht für viele „kleine“ Kläger zusammen gegen einen oder mehrere große Beklagten. Dabei wird ein Verfahren eines Klägers exemplarisch für alle anderen Kläger durchgeführt. Dies sei vor allen in Streitigkeiten mit strukturellen Ungleichgewicht (David gegen Goliath) ein hervorragendes prozessuales Mittel, um das Ungleichgewicht auszugleichen.

Vom Umsatzverlust betroffene Firmen mit Sitz in Spanien können sich unter www.coronacasso.com für die Covid-19 Schadenersatz-Sammelklage einschreiben.